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Herzlich Willkommen bei der Martin-Luther-Kirchengemeinde St. Ingbert

Aktuelle Information

Aufgrund der Corona-Lage setzen wir die Präsenzgottesdienste in der Martin-Luther-Kirche vorerst bis zum 7. März 2021 aus.

Kirche von Zuhause

Wochenspruch: 1.Joh. 3,8b

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre

Lied: 446,1-4 (Klarinette Carina Brunk)

Psalm: 91 (Nr 750)

Gebet

Guter Gott,
Danke für diesen neuen Tag.
Schenke uns auch heute
Deine Nähe.
Sprich uns an, hilf uns,
lass uns Dir vertrauen.
Lass uns erkennen, was gut tut.
Lass uns mutig ablehnen, was schadet.
Lass uns Entscheidungen nicht ausweichen
Bring uns auf den Weg zu Dir
Und stelle uns Menschen zur Seite,
die diesen Weg mitgehen.
AMEN

Ansprache zu Johannes 13,21-30

Als Jesus das gesagt hatte, wurde er betrübt und sprach: „Wahrlich ich sage euch, einer unter euch wird mich verraten“. Da sahen sich die Jünger an, ihnen wurde bange, von wem Jesus wohl redete. Es war aber einer unter seinen Jüngern, den Jesus lieb hatte, der lag bei Tisch an der Brust Jesu. Dem winkte Simon Petrus, das er fragen solle, wer es wäre, von dem Jesus redete. Da lehnte er sich an Jesus und fragte ihn: „Herr, wer ist es?“ Jesus antwortete: „Der ist es, dem ich den Bissen eintauche und gebe“ Und er nahm den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot. Und als der den Bissen nahm, fuhr der Satan ihn an. Da sprach Jesus zu ihm: „Was Du tust, das tue bald!“

Aber niemand am Tisch wusste, wozu er das sagte. Einige meinten, weil Judas den Geldbeutel bei sich hatte, spräche Jesus „kaufe, was wir zum Fest nötig haben“. Oder dass er den Armen etwas geben sollte. Als er nun den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Und es war Nacht.

Liebe Gemeinde!

In Corona Zeiten ist man abends zu Hause. Zeit zum Fernsehen an den dunklen Winterabenden. Ein Blick ins Programmheft zeigt: Krimis auf allen Sendern. Wenn es nach denen ginge, die da unsere Filme zusammenstellen, wäre Deutschland weitgehend entvölkert. Allein bei den Rosenheim Cops  gibt es jeden Dienstag eine Leiche, deren Mörder dann punktgenau zwei Tage später gefunden ist. Die Motive für diese Morde in den Kreisen der Reichen und Schönen sind immer gleich: Einer oder eine ist fremd gegangen.

Was auf Dauer wie eine Satire erscheint, jedenfalls langweilig wird, enthält doch eine tiefe Wahrheit. Menschen begehen Verbrechen im Grunde aus einem einzigen Beweggrund heraus: immer dann, wenn tiefe Gefühle im Spiel sind, die verletzt werden. Ob das abgewiesene Liebe ist oder scheinbar nicht ernst genommene religiöse Gefühle, ob das Neid unter Geschwistern ist oder Enttäuschung über das Verhalten eines verehrten Menschen: Immer dann, wenn sich Menschen auf diese Weise als Opfer sehen, setzt der Verstand aus. Sie vergessen dann leicht, dass jede unüberlegte Tat sie nicht befreit, sondern nur noch tiefer ausliefert. Bei Judas Ischariot, von dem im heutigen Predigttext die Rede ist, kam vieles zusammen: er hat Jesus verehrt, sah in ihm den endlich erwarteten Befreier aus römischer Zwangsherrschaft. Und war zutiefst enttäuscht über diesen Jesus, der in seinen Augen immer wieder den Kopf einzog, fromme Worte fand, statt zu handeln. In seinem Glauben an Jesus war Judas geradezu fanatisch.  Er hätte alles für Jesus getan. Und erlebt, dass Jesus das nicht nur gar nicht will, sondern meint auch, dass andere Jünger höher in der Beliebtheitsskala stehen.

Wir wissen, wie die Geschichte weitergeht: Judas verrät Jesus. Und befreit sich damit nicht aus seiner Zwangslage, sondern wird erst recht zum Opfer. Der Name „Judas Ischariot“ steht noch 2000 Jahre später fast schon symbolisch für einen Verräter. Judas konnte mit seiner Schuld nicht leben, sondern brachte sich um. Genützt hat er auch damit niemandem, sich selbst am allerwenigsten.

In unser aller Leben gibt es sicherlich Situationen, in denen wir uns zutiefst verletzt und hilflos fühlen. Es gibt viele Möglichkeiten damit umzugehen, aber einfach ist es nie. Die alte Weisheit, eine Nacht darüber zu schlafen oder wenigstens darüber nachzudenken, ist sicherlich ein guter Weg.  Anders als bei Judas, der in die Nacht hinausging und Jesus verrät, verhilft ein zeitlicher oder auch räumlicher Abstand, vieles eben tatsächlich mit Abstand zu sehen und die eigenen Möglichkeiten auszuloten. Die Frage „was kann ich jetzt für mich tun“ statt „was kann ich jetzt gegen andere tun“ führt aus dem Sumpf der verletzten Gefühle heraus. „Was kann ich jetzt für mich tun?“, das beantwortet jeder und jede in der jeweils eigenen Situation ganz unterschiedlich. Wichtig ist auch hier aber der Blick auf die eigenen Gefühle: Wie geht es mir mit dieser Lösung? Tut mir diese Lösung gut, bringt sie mich weiter?

Judas hätte viele Möglichkeiten gehabt, mit seinen verletzten Gefühlen so umzugehen, dass niemand dabei hätte sterben müssen. Ansprechen, was ihn belastet, wäre eine davon gewesen.

Bei Gesprächen mit Menschen, die schon viele Jahre gelebt und dabei viele schwere Situationen hinter sich gebracht haben, höre und bewundere ich immer wieder eine tiefe Lebensweisheit, die diese Menschen haben. Vielleicht kann man überhaupt nur so alt werden, wenn man das gelernt hat: Miteinander im Gespräch bleiben, aufeinander zugehen, voneinander lernen. Und das nicht, weil einem keine andere Wahl geblieben ist, sondern weil man selbst entschieden hat, dass das der heilsame Weg ist für einen selbst. Und damit nicht Opfer geblieben ist, sondern derjenige, diejenige geworden ist, die selbst handelt. Kein gebrochener, sondern ein aufrechter Mensch.

Wäre Judas geblieben und hätte ausgesprochen, was er als zutiefst ungerecht empfunden hat, wären die Plätze vielleicht neu verteilt worden. Nicht mehr Johannes an Jesu Seite und Petrus als der mit den großen Worten. Sondern auch einmal Judas, über dessen Sichtweise man sich hätte austauschen müssen und können. Vielleicht hätte Judas sich dann getrennt von der Gruppe und einen neuen Weg gesucht. Vielleicht hätten die Jünger sich darauf besonnen, auch die im Blick zu behalten, die mehr am Rand stehen? Wir wissen es nicht. In jedem Fall wäre etwas in Bewegung geraten und das Böse hätte kein so leichtes Spiel gehabt.

Jesus ist der, zu dem man kommen kann. Mit dem man reden kann. Der es uns nicht immer leicht macht, der uns Veränderungen und Wege zumutet und zutraut. Aber Jesus ist eben auch der, der heilt. Der es für uns und andere gut sein lässt.

Ob wir es darauf ankommen lassen und uns dem aussetzen? Oder ob wir in die Nacht hinausrennen? Wir entscheiden es selbst. Denn wir sind Teil der Geschichte. AMEN

Lied 446, 7+8 (Klarinette Carina Brunk)

Gebet

Gott, Du bist uns in Jesus Christus begegnet.
In ihm blickst Du uns an, bis heute.
So kann unser Weg eine neue Richtung haben
Und wir ein neues Ziel.
Wir bitten Dich für Menschen, die keine Orientierung haben,
dass sie ihren Weg finden.
Für Menschen, die zweifeln,
dass sie entschlossene Schritte tun,
für Menschen, die allzu sicher sind,
dass sie sich nicht verrennen,
sondern innehalten und auf dich hören.
Weil Jesus ein Mensch war wie wir,
sind wir nicht allein.
Darum bitten wir Dich für die,
die in Gefahr sind, am Leben zu scheitern:
Sei Du ihre Zuflucht.
Weil Jesus sich dem Bösen widersetzt hat,
können wir gegen Missbrauch der Macht angehen.
Wir bitten Dich um Mut zum Widerstand,
Geduld in der Nachfolge für alle, die Unrecht aufdecken
Und auf Gewalt verzichten.
Beschütze Du uns, sei uns Weg und Ziel.

In der Stille bringen wir das vor Gott, was uns persönlich bewegt und beschäftigt, wir vertrauen ihm die Menschen an, die uns am Herzen liegen.

VATER UNSER

Lied: 347, 1-4  (Klarinette Carina Brunk)

Gehen Sie gesegnet in die neue Woche, in die Passionszeit und in diese Welt,
bleiben Sie gesund, zuversichtlich und behütet:
Gott segne Euch und behüte euch, Gott lasse leuchten sein Angesicht über euch und sei euch gnädig, Gott erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch Frieden. AMEN

Weltgebetstag 5. März 2021 St. Ingbert

„Worauf bauen wir?“

Beim Weltgebetstag 2021 fragen Frauen aus Vanuatu nach unserem Fundament. Vanuatu, noch nie gehört? Der Inselstaat ist ein Naturparadies mit Traumstränden und Regenwald im türkisblauen Südpazifik. Kaum jemand kennt das Land, dabei belegt es einen unrühmlichen ersten Platz: Beim Weltrisikobericht steht Vanuatu an erster Stelle. Kein Land der Welt ist durch Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Erdbeben und Vulkanausbrüche mehr gefährdet. Dabei trägt die Bevölkerung Vanuatus selbst nicht zum Klimawandel bei. „Worauf bauen wir? fragen deshalb die Frauen aus Vanuatu am Weltgebetstag am 05. März 2021. Und mit ihnen Frauen, Männer, und Kinder in über 150 Ländern.

Eines ist schon mal sicher: Wir können darauf bauen, dass der Weltgebetstag trotz Pandemie stattfinden wird. Und zwar hier in St. Ingbert: am 05. März beim stillen Gebet, Musik, Fotos und Informationen in der Kirche St. Hildegard (Zeit wird noch bekanntgegeben) und um 19:00 in Bibel-TV mit einem Gottesdienst.

Ein Zeichen globaler Verbundenheit sind die Kollekten und Spenden zum Weltgebetstag, die Mädchen und Frauen weltweit stärken. Darunter Projekte in El Salvador, Indonesien, Mali und im pazifischen Raum, die Frauen unterstützen, mit den direkten Folgen des Klimawandels umzugehen und sich für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen.

Das Engagement für den Weltgebetstag ist bunt und vielfältig! Deshalb werden wir auch nach Lockerung der strengen Regeln einen Film in der Kinowerkstatt zeigen und in der wärmeren Jahreszeit gemeinsam einen Gottesdienst in St. Hildegard zu 50 Jahre Weltgebetstag in Deutschland feiern. Datum und Uhrzeiten werden jeweils rechtzeitig bekanntgegeben.

Tägliche Meditation mit Hilfe einer Smartphone-App

Eine Möglichkeit, um im Alltag einen spirituellen Ausgleich zu finden.

XRCS – Workout für die Seele

Joggen, Schwimmen, Radfahren, Wandern – wir wissen, wie wichtig es ist, uns fit zu halten. In unserem stressigen Alltag sehnen wir uns nach Ausgleich. Aber nicht nur der Körper – auch unsere Spiritualität braucht Aufmerksamkeit und Freiraum.

Die App XRCS (englisch ausgesprochen: Exercise) der Evangelisch Lutherischen Landeskirche Hannover hilft, mitten im Alltag Gottes Gegenwart zu entdecken. Hier sind inspirierende Klosterübungen im Smartphone-Format zu finden. Zum Beispiel der Exerzitienweg, ein Übungsweg, der seinen Ursprung in den Tagzeitgebeten der ›Kloster-Communitys‹ hat. Die täglich wiederkehrenden Impulse können als Audio-Meditation oder in klassischer Textform geübt werden. Die App ist im Appstore oder bei Google Play erhältlich.

Gemeindebrief Dezember 2020 - Februar 2021

Download Gemeindebrief

Tageslosung

Donnerstag, 25.02.2021
Losungstext:
Du bist mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir hilfst vor Gewalt. 2. Samuel 22,3
Lehrtext:
Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. Römer 8,38-39